Norderney – Urlaub im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

23. Februar 2010

Norderney, die beliebte Urlaubsinsel an der Ostsee, ist mit Ausnahme des Bereiches um den Flughafen und der Infrastruktur- und Siedlungsgebiete Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Am 29. Juni 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, erstreckt sich der Nationalpark vom Dollart an der Grenze zu den Niederlanden im Westen, über die Emsmündung und Cuxhafen bis hin zur Elbmündung im Osten. Der Nationalpark umschließt neben Norderney auch die Flächen der Urlaubsinseln Baltrum, Borkum, Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge, Juist, Memmert und Minsener Oog. Vollständig ausgenommen vom Nationalparkschutz sind lediglich die Siedlungs- und Infrastrukturbereiche der Inseln. Seit Juni 2009 gehört der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gemeinsam mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinsches Wattenmeer und dem niederländischen Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe und den Urlauber erwarten seither nun insgesamt drei UNESCO- Nationalparks im deutschen Wattenmeer.
Insgesamt umfasst der Nationalpark etwa 280.000 Hektar Fläche und wurde am 1. Januar 1986 gegründet. Die Nationalparkverwaltung hat Ihren Hauptsitz in Wilhelmshafen und verfügt über eine Zweigstelle am Norderneyer Hafen. Die Urlaubsinsel Norderney ist in drei Schutzzonen aufgeteilt.
Zu den zu schützenden Lebensräumen des Nationalparks zählen vor allem das Watt, die Strände, Sandbänke und Dünen sowie die Salzwiesen und Flussmündungen in die Nordsee. Das Wattenmeer ist als überaus nährreicher Lebensraum eines der produktivsten Ökosysteme weltweit, an dem mehr als 4.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten teilhaben. Im gesamten Wattenmeer nutzen etwa 12 Millionen Brutvögel das nährreiche Watt als Brutgebiet. Das Watt ist zudem essentieller Lebensraum für tausende Arten von Schnecken, Würmer, Muscheln, Garnelen und Algen. Großes Highlight beim Norderney-Urlaub ist die Sichtung der Seehunde, die auf den Sandbänken im Norderneyer Wattenmeer zu beobachten sind.
Am Norderneyer Hafen erwartet den Besucher und Urlauber im Nationalpark-Haus eine beeindruckende Wattenmeer-Ausstellung. Auf Hinweisschildern, Schautafeln, in Dia-Shows und im Rahmen von Filmvorführungen werden dem Besucher die verschiedenen Lebensräume des Wattenmeers auf überaus anschauliche Weise vorgestellt. Zudem gibt es auf der Ostseeinsel attraktive Lehr- und Wanderpfade, die auf spielerische Weise Jung und Alt in die Faszination Wattenmeer einbinden. So wird ein Familienurlaub auf Norderney zugleich zu einem lehrreichen Erlebnis für Eltern und Kind.
Nicht zuletzt aufgrund dieser faszinierenden Ausstellung wird die Insel Norderney jährlich von tausenden Urlaubern besucht. Bei einem Urlaub auf Norderney oder auf einer der anderen ostfriesischen Inseln sollte man das faszinierende Erlebnis Wattenmeer auf keinen Fall verpassen.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

8. Februar 2010

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist 1899 zur Erinnerung an der Bismarckstrasse auf Norderney errichtet worden. Norderney ist eines der sieben ostfriesischen Inseln, und liegt zwischen Juist und Baltrum. Man erreicht diese Insel über die Autofähre, die zwischen Norddeich und Norderney pendelt. 6000 Menschen bewohnen diese Insel. Die meisten Insulaner leben vom Tourismus. Daher stehen genügend Ferienwohnungen oder Ferienhäuser zur Verfügung, um den Urlaub auf Norderney zu verbringen. Insgesamt werden rund 60 000 Betten für Gäste bereitgestellt. Die meisten Urlauber werden wohl wegen dem auf der Nordseite gelegenden 14 Kilometer langem Sandstrand auf die Insel kommen. Jedoch hat Norderney noch mehr zu bieten. Neben dem Wasser- und Leuchtturm ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal eines der höchsten Objekte auf der Insel. Paul Wallot fertigte als erster für das Denkmal einen Entwurf an. Aus finanziellen Gründen konnte der Entwurf aber nie in Tat umgesetzt werden. Die Stadt Norderney wollte jedoch nicht auf das Denkmal verzichten, und entschied, dass es einfacher und schlichter erbaut werden sollte. Sie beauftragten den Bildhauer Georg Küsthardt mit der Umsetzung. Zudem stifteten 70 deutsche Städt, Ortschaften und Privatleute hierfür die Steine. Das 13 Meter hohe Denkmal wog am Ende 2000 Tonnen. Leider wurde im Jahre 1917 die Bronzebüste des Kaiser eingeschmolzen, und zur Kanonenproduktion verwendet. Jahre später stiftete dann die Gemeinde Norderney eine Möwe aus Stein, die noch heute das Denkmal schmückt. Erst 1990 wurde das Denkmal gründlich saniert, so dass es noch lange Zeit an die Reichseinigung erinnern kann.


Ein Ferienhaus in Berlin.